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Wie kommt der Text hinein?

Aus dem e-dialog

Im Projekt WerkstattBibel arbeiten wir mit biblischen Texten. Das einfachste wäre, zu Beginn die Bibel aufzuschlagen und die jeweiligen Stelle vorzulesen. Meist läuft es jedoch anders, denn erstens soll zuvor Neugier entstehen und zweitens soll der Inhalt ja nicht nur vorbeirauschen. Die Frage, wie der Text in die Gruppe, in die Arbeit hineinkommt, beschäftigt uns daher immer wieder.

Mit verschiedenen Arten des Lesens und Hörens haben wir schon oft experimentiert: Mit verteilten Rollen, versweise reihum, im Gehen alle gleichzeitig lesen usw. In der gegenwärtigen Werkstatt zu Paulus-Texten sind Ideen dazu gekommen, den Text in etwas spezieller schriftlicher Form hineinzubringen:

An einem Projekttag betraten wir den Raum und fanden innerhalb des Stuhlkreises einen mit Papierstreifen ausgelegten Doppelkreis vor. Schon war unsere Neugier und Phantasie geweckt. Auf dem äusseren Papierkreis konnten wir Röm 1,16-17 in der Neuen Zürcher Übersetzung lesen – der inner war leer. Nachdem der Text vorgelesen worden war, konnten wir ihn abschreiten, dabei für uns noch einmal langsam lesen und beim einen oder anderen Wort nachdenkend stehen bleiben. Dann wurden die Papierstreifen im inneren Kreis umgedreht. Die gleichen Verse kamen noch einmal zum Vorschein, nun jedoch in der Übersetzung in gerechter Sprache. Beim zweiten Abschreiten regte der Vergleich der beiden Übersetzungen – Wort für Wort nebeneinander liegend – bereits zu ersten theologischen Fragen an.

An einem anderen Projekttag erwartete uns eine sorgfältig zusammengebundene kleine Papierrolle auf dem Stuhl. „Darf man die öffnen?“ war die spontane Frage der nach und nach eintreffenden Gruppenmitglieder. Die Rolle enthielt den ganzen Philipperbrief. Immer wieder während der Bibelarbeit wurden wir eingeladen, den Text ein Stück weiter vor oder auch zurück zu rollen – verbunden mit dem Hinweis, dass es ja zu Paulus’ Zeiten noch keine gebundenen Bücher gab.

Oft braucht es nur wenig, um Neugier und Aufmerksamkeit zu wecken, Phantasie und Sorgfalt helfen dabei.

 

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